🟠🏛️ Meine Eindrücke vom Parteitag in Leipzig
Zum gestrigen Parteitag finden sich inzwischen viele Posts. Deshalb möchte ich hier auch nur kurz meine persönlichen Eindrücke vom Tag in Leipzig wiedergeben.
Zuallererst ein großes Dankeschön an all die vielen Helferinnen und Helfer, die den Parteitag unterstützt haben. Man sollte nie vergessen, dass hinter einer solchen Veranstaltung sehr viel ehrenamtliches Engagement steckt.
Mir haben vor allem die Beiträge von Amira Mohamed Ali, Oliver Ruhnert, Sabine Zimmermann und auch Ronny Kupke gezeigt, dass ich den Kern des BSW offenbar immer noch richtig interpretiere. Und auch, dass ich mit meiner Auffassung nicht falsch liege, dass Mandatsträger nicht vergessen dürfen, wofür diese Partei steht.
Sehr gut gefallen hat mir außerdem die Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Jörg Scheibe, Uwe Nostitz und Matthias Matz. Ohne eine funktionierende Wirtschaft und ein starkes Handwerk gibt es keinen starken Staat – und damit fehlen auch die Grundlagen für gute Sozialleistungen. Wichtig fand ich auch die klare Aussage, dass der Freistaat Sachsen endlich anfangen muss, tatsächlich bei sich selbst zu sparen.
Sehr interessant war für mich auch die Vorstellung der LAGs, die sich mit den unterschiedlichsten politischen Themen beschäftigen und dazu Positionen erarbeiten. Auch wenn manches davon eigentlich Bundespolitik betrifft, können solche Ergebnisse auf Landesebene vielleicht irgendwann ihren Weg in die Bundespolitik finden – sei es als Denkanstoß oder als Grundlage für konkrete Anträge.
Etwas befremdlich fand ich dagegen, dass viele Delegierte den Parteitag offenbar nicht bis zum Ende verfolgt haben. Natürlich kann es dafür dringende private Gründe geben. Bei den vielen leeren Plätzen am Ende fällt es mir allerdings schwer, das ausschließlich damit zu erklären.
Für mich gehört es zu einem Parteitag auch dazu, den anderen Delegierten und denjenigen, die sich die Mühe gemacht haben, Inhalte vorzubereiten und vorzustellen, bis zum Ende zuzuhören. Das ist für mich letztlich auch eine Frage des Respekts.
Insgesamt nehme ich aus Leipzig dennoch viele positive Eindrücke und einige interessante Gedanken mit.
Und vielleicht ist genau das der Sinn eines solchen Parteitages: nicht nur abzustimmen, sondern zuzuhören, nachzudenken und anschließend auch kritisch über das Gehörte zu diskutieren.
