Zum Inhalt springen

Der Markt regelt das? – Teil 2

Veröffentlichungsdatum:
Anzahl Kommentare: keine Kommentare

Der „Tankrabatt“ ist ein klassisches Beispiel dafür, wie Politik kurzfristig gut klingt – und langfristig wenig bringt. Er senkt den Preis an der Zapfsäule, erhöht aber gleichzeitig die Nachfrage nach Öl und Gas. Am Ende profitieren vor allem die Energiekonzerne – nicht die Verbraucher.

Stattdessen wird immer wieder in den Markt eingegriffen, oft genau dort, wo es den größten Interessen entgegenkommt.

Dabei wäre der naheliegende Weg ein anderer: Energie dort günstiger machen, wo sie die Zukunft bestimmt – beim Strom. Günstiger Strom würde Mobilität, Wärmeversorgung und Industrie ganz automatisch in Richtung Unabhängigkeit von Öl und Gas bewegen.

Doch genau dieser Schritt bleibt aus. Warum? Weil echte Veränderungen bestehende Strukturen und Geschäftsmodelle infrage stellen würden.
Am Ende entsteht der Eindruck: Es geht weniger darum, nachhaltige Lösungen zu schaffen – sondern bestehende Interessen möglichst lange zu erhalten.

„„Tankrabatt“ hört sich gut an, ist aber die falsche Maßnahme. Denn der Tankrabatt steigert ja die Nachfrage nach Öl und Gas. Das führt zur weiteren Preissteigerung, was den ausländischen Exporteuren hilft, aber nicht denen, die Auto fahren und ihre Wohnung heizen müssen. Die Regierung könnte die Bürger vor steigenden Preisen besser schützen.“

https://pressreader.com/article/281582362238635

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert