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🔥 Das BSW ist mehr als seine Interpretationen

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Wir werden mit allem Möglichen bezeichnet. Als Kommunisten, als Vorfeldgruppe der Nazis, als Putinzäpfchen, als Steigbügelhalter der AfD, …

Vieles, was derzeit von Medien, aber auch von einzelnen BSW-Mitgliedern und Funktionsträgern über das BSW gesagt wird, sind persönliche Interpretationen. Das ist nicht automatisch der Kern der Partei.

Auch ich hadere manchmal mit dem BSW und überlege, „alles hinzuschmeißen“. Dann kommen wieder E-Mails vom Bundesvorstand, wie zuletzt mit weiteren Argumentationshilfen. Und auch die gestrigen Worte von Nico Rudolph beim Landesausschuss des BSW Sachsen haben mich wieder motiviert und mir gezeigt, dass ich mit meiner Einschätzung nicht völlig falsch liege.

Ich habe durchaus Verständnis dafür, wenn Mitglieder mit bestimmten Entwicklungen unzufrieden sind und deshalb das BSW verlassen. In manchen Fällen kann das vielleicht sogar gut für das BSW sein – auch wenn es persönlich schade ist.

Mein Eindruck ist aber: Das Problem ist weniger, dass das BSW „falsch“ ist, sondern dass es inzwischen zu viele unterschiedliche Interpretationen davon gibt. Die einen wollen daraus eine Linke 2.0 machen, andere rücken es zu weit nach rechts. Beides entspricht aus meiner Sicht nicht dem eigentlichen Ansatz, mit dem Sahra Wagenknecht das BSW gegründet hat.

Ja, das werfe ich auch Sahra persönlich vor. Sie hat für meinen Geschmack zu schnell das Zepter aus der Hand gegeben und damit unterschiedlichen Interpretationen und Entwicklungen mehr Raum gegeben, als mir lieb ist.

Ich will das BSW jedenfalls nicht denen überlassen, die aus meiner Sicht seinen Kern in die eine oder andere Richtung verschieben. Deshalb bleibe ich und kämpfe weiter dafür, dass Vernunft und sachbezogene Politik tatsächlich das bleiben, wofür das BSW einmal angetreten ist.

Und wer sich seine Meinung über das BSW nicht nur aus Medienberichten oder irgendwelchen Interpretationen bilden möchte: In unserem Bürgerbüro in Neustadt in Sachsen gibt es jeden Monat die Möglichkeit, mit mir persönlich ins Gespräch zu kommen.

Denn bevor man über das BSW urteilt, sollte man vielleicht einfach einmal mit den Menschen sprechen, die vor Ort dafür stehen.

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