🚐 Ein Sitzplatz, ein bisschen Bürokratie und der Kampf ums Gewicht
Durch den Umbau zum Camper schrumpfte die Zahl der möglichen Sitzplätze physisch von 8 auf 6. Mit der Umwandlung unseres PSA-Busses zum Wohnmobil ging dann überraschend noch ein Sitzplatz verloren – zumindest auf dem Papier, sprich in den Fahrzeugpapieren.
Grund ist die fehlende Gewichtskapazität zwischen dem aktuellen Leergewicht von 2.400 kg und dem zulässigen Gesamtgewicht von 2.830 kg.
Da ich den 6. Sitz unbedingt wiederhaben möchte, begann ich zu recherchieren. Nun fahre ich nicht den Platzhirsch von VW. Die Möglichkeiten sind bei vielen Dingen besser geworden, aber eben nicht mit denen eines VW-Busses zu vergleichen. Und trotzdem wurde ich fündig. Die Fa. S.K. Handels GmbH bietet eine sogenannte Auflastung an.
Nach Rückfrage wurde mir mitgeteilt, dass „die Prüfung positiv ausgefallen ist und das zul. Gesamtgewicht kann wie angeboten erhöht werden“. Konkret würde das eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts auf 3.000 kg bedeuten.
Die Freude währte allerdings nur kurz. Nach Rückfrage bei Toyota folgte die Ernüchterung: Die DEKRA in Sachsen akzeptiert ein Gutachten dieser Firma nicht. Das Dokument für die Zulassungsstelle muss von einem amtlich anerkannten Sachverständigen erstellt werden, der eine entsprechende Abnahme nach § 15 FZV durchführen darf.
Also war ich heute bei meiner anderen Werkstatt des Vertrauens. Dort prüft die GTÜ.
Schon irre, wie sehr man bei solchen Dingen von TÜV, DEKRA und Co. abhängig ist und welche Bürokratie hinter einem vermeintlich einfachen Vorgang steckt.
Eine Auflastung durch andere Federn zu erreichen, ist ebenfalls nicht so einfach möglich – wenn überhaupt. Auch hier gibt es beim Platzhirsch offenbar deutlich mehr Möglichkeiten.
Mal schauen, ob ich meinen 6. Sitz am Ende tatsächlich wieder zurückbekomme. 😁🚐
