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🚗 Das Problem mit dem „Weiter so“

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Für mich ist es immer wieder faszinierend, welches Potenzial bei der AfD schlummert. Herr Mike Moncsek meinte am Rande einer Demo von Werksangehörigen bei VW, dass ausschließlich die Produktion von Verbrennerautos unsere Autoindustrie retten könne.

Dazu hört man von derartigen Wirtschaftsspezialisten immer wieder die Erzählung vom „besten Verbrenner der Welt“. Schlecht nur, dass sich große Teile des Weltmarktes längst verändern. Und dabei ist es letztlich egal, ob dieser Wandel aus „ideologischen“ Gründen politisch gesteuert wird oder nicht.

So wie Deutsche deutsche Autos kaufen (sollen), kauft auch der Chinese durchaus nationalbewusst. Hinzu kommt, dass deutsche Autofirmen gerade in China bei bestimmten Technologien und Produkten an Boden verloren haben. Das betrifft nicht nur Elektroautos. Auch deutsche Verbrenner sind dort längst nicht mehr automatisch die erste Wahl.

Wenn die Lösung von AfD-Politikern in einem „Weiter so“ besteht, dann geht es vermutlich erst recht weiter bergab. Denn selbst wenn wir Deutschen weiterhin deutsche Verbrenner kaufen, dreht sich die Welt weiter. Der heimische Absatz allein wird nicht ausreichen, um die deutsche Automobilindustrie langfristig zu sichern.

Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten leider bei verschiedenen Technologien und Industrien Know-how und Marktanteile verloren – teilweise auch aus ideologischen Gründen. Kernenergie, Photovoltaik, Windkraft und Speichertechnologien sind Beispiele, bei denen Deutschland seine einst starke Position nicht halten konnte.

Das Verharren auf alten Technologien ist für mich deshalb ebenfalls eine Form von Ideologie.

Es geht doch nicht darum, Verbrenner per se schlechtzureden oder Elektroautos zum alleinigen Heilsbringer zu erklären. Es geht darum, technologisch offen zu bleiben und das zu bauen, was auf den internationalen Märkten auch künftig wettbewerbsfähig ist.

Wer glaubt, die Welt müsse auf Deutschland warten, weil wir den „besten Verbrenner der Welt“ bauen, hat vielleicht nicht verstanden, wie Wettbewerb funktioniert.

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