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📱🌡️ Hitzewelle oder Meinungswelle?

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Nun ist es wieder heiß. Und wie so oft wird aus einem Gespräch über das Wetter schnell eine Debatte über das Klima. Die einen verweisen darauf, dass es solche Temperaturen schon immer gegeben habe, andere sehen in jeder Hitzewelle den endgültigen Beweis für den Klimawandel. Manche scheinen dabei über erstaunlich genaue Erinnerungen an Jahrtausende der Erdgeschichte zu verfügen.

Wie auch immer die Diskussion ausgeht – die Natur wird sich an unsere Meinungen nicht anpassen. Irgendjemand wird am Ende mit seinen Einschätzungen näher an der Realität liegen als der andere.

Eines steht für mich allerdings fest: Unser Umgang mit Ressourcen hat Auswirkungen. Wer ernsthaft glaubt, die Menschheit habe früher in einem vergleichbaren Maß Rohstoffe verbraucht, Landschaften verändert und Energie umgesetzt wie heute, unterschätzt die Dimension unseres heutigen Handelns erheblich. Über Ursachen und Lösungen kann man streiten – darüber, dass menschliches Handeln Folgen hat, eigentlich nicht.

Was mich dabei allerdings am meisten nervt: Kaum steigen die Temperaturen, verwandeln sich die sozialen Medien wieder in eine Endlosschleife aus Hitzerekorden, Weltuntergangsszenarien und gegenseitigen Belehrungen. Anstatt sich sachlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, scheint es vielen nur noch darum zu gehen, die eigene Meinung möglichst laut zu verkünden.

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