🕰️📚 Geschichte ist mehr als Befindlichkeit
Ich frage mich welche Ziele verfolgt die Zeitung mit so einem Artikel. Positiv gedacht ist dies nur ein Lückenfüller. Wenn Herr Brenzel ein Problem mit der DDR hat, dann ist dies sein gutes Recht. Der Artikel selbst gibt nur persönliche Eindrücke und Empfindungen wieder.
Da „klatscht“ eine Plastiknelke in sein Gesicht. Für mich war der 1. Mai ein Tag, wo ich nicht in die Schule musste. Eine Veranstaltung die ich innerlich lächerlich fand und einfach die kurze Zeit mitwinkte, um dann den Rest frei zu haben.
Und wenn Herr Brenzel nicht nach Dresden will, weil da ein ehemaliger Stasi-Offizier im Bus sitzen könnte, dann glaubt er wirklich alle ehemaligen Parteisoldaten und Stasileute sind im Osten geblieben? Der Offizier könnte auch in München im Bus sitzen. Der Westen war doch nur für uns Bürger schlecht, selbst haben diese Bonzen die Vorzüge des Kapitalismus schon genossen.
Zusammengefasst: Ein sinnloses DDR-Bashing und die Meinung eines Einzelnen. Inzwischen sollten die meisten Menschen die ehemalige DDR richtig einordnen können. Dazu braucht es weder 30-jährige Historiker noch Herrn Brenzel.
„Pflichtveranstaltungen wie der 1. Mai sind Brenzel in wenig schöner Erinnerung geblieben. Mit Grauen denkt er daran zurück, „wie die quietschroten Plastik- und Pappnelken von deren steifgebügelten Knopflöchern und Hemdskragen von überallher in mein Gesicht klatschten“. Diejenigen, die sich anpassten und einfach ihren DDR-Alltag lebten, konnte Brenzel nicht verstehen. „Ab und an habe ich sie dafür schon fast wieder beneiden können, wie sie mit alledem hier klarkamen. Obwohl all seine Verwandten bis heute in Dresden leben und er die Stadt für eine der schönsten in Deutschland hält, kommt für ihn keine Rückkehr infrage. „Zu viele Erinnerungen an diese für mich dunkle Zeit würden in mir hochkommen“, sagt er. Außerdem könne er den Gedanken nicht ertragen, dass im Bus neben ihm möglicherweise ein ehemaliger Stasi-Offizier sitze.“
