👵📊 Rente im Vergleich: Zeit für ein faires Mehr-Säulen-Modell ⚖️💰
Ein interessanter Überblick auf die Rentensysteme verschiedener Länder. Im Kern stehen alle vor den gleichen Herausforderungen.
Spannend, dass die USA gar nicht so schlecht aufgestellt sind, wie man vermuten würde (https://pressreader.com/article/282402700851667). Ehrlicherweise kann man sich als Außenstehender sowieso kein richtiges Urteil erlauben, ist oft auch mit gewissen Vorbehalten belastet.
Insofern ist es auch für uns ein möglicher Weg, die Rente auf mehrere Säulen zu stellen. Eine staatliche Versicherung für alle, in die auch alle einzahlen. Und wie in der Schweiz bekommen dann alle eine ähnliche Grundrente, das kann man wirklich als solidarisch bezeichnen, denn dort „zahlen sowohl ein Einkommensmillionär als auch eine Putzfrau die gleichen Lohnprozente ein, nämlich 10,6 Prozent. Aber am Ende liegen ihre Renten trotz gigantischer Unterschiede bei den Beitragszahlungen nur wenige hundert Franken auseinander …“. (https://pressreader.com/article/282419880720851).
Betriebsrenten und Kapitalfonds sind dann die anderen beiden Säulen.
Gut finde ich außerdem dieses Prinzip in Großbritannien: „So können ältere Menschen etwa einen Kredit auf ihr Haus aufnehmen, müssen diesen aber zu Lebzeiten nicht zurückzahlen. Erst nach dem Tod wird die Immobilie verkauft und der Kredit aus dem Erlös beglichen.“ (https://pressreader.com/article/282376931047891)
Man wird, kann und sollte es nie allen recht machen. Jeder sollte die Freiheit haben, sein eigenen Entscheidungen zu treffen. Eine staatliche Mindestrente bleibt dann und damit auch das zu erwartende Leben im Alter, wenn man entscheidet, nicht weiter vorzusorgen. Bedingung für ein gerechtes Rentenmodell ist es dann jedoch auch, dass der Staat zumindest faire Möglichkeiten bietet, bestmöglich vorzusorgen. Und der Übergang muss sozial und gerecht gestalten werden. Alle die sich bisher auf die staatliche Rente verlassen und eingezahlt haben, denen stehen auch die zu erwartenden Leistungen daraus zu. Eine zusätzliche Rente aus Kapital kann man nicht mehr in kurzer Zeit erwirtschaften.
Nur muss es endlich mal jemand angehen! Seit Jahrzehnten ist die demografische Entwicklung bekannt. Man muss endlich auch mal scheinbar unbequeme Entscheidungen treffen. Auch wenn Rentner ein riesige Wählergruppe darstellen. Ansonsten werden zukünftige Rentner dies der Wahlurne auf jeden Fall abstrafen.
Nicht jeder startet im Leben mit den gleichen Möglichkeiten. Politik kann Rahmenbedingungen verbessern, aber die Illusion, alle Unterschiede auszugleichen und für alle das gleiche Ergebnis zu schaffen, bleibt eine ideologische Wunschvorstellung.
