🌍🧭 Freiheit, Fernweh und Realität – Gedanken zur Serie Abenteuer Auswandern
Durchaus sehenswert und anders als von mir erwartet. Wer wie ich bei der Serie an ähnliche Formate wie bei den privaten Sendern denkt, der ist vielleicht überrascht. Abgesehen davon, dass einige Protagonisten über ausreichend Finanzen für derartige Abenteuer verfügen, zeigt die Serie doch sehr schön Sehnsuchtsorte von vermutlich einigen von uns. Kritisieren könnte man da eher, dass vieles entspannt und positiv herüberkommt.
Zwei Dinge aus den ersten Folgen sind mir besonders haften geblieben.
„Man wird geboren um zu leben, nicht um zu arbeiten.“ Bei so einer Aussage stelle sich mir sofort die Frage, wer denn sein Essen und notwendigen Dinge seines Auswandererlebens denn erarbeitet? Einfach nur abgehoben und fern jeglicher Lebenswirklichkeit.
Bewegend fand ich dann eher die Ärztin und den Farmer in Kanada. Beide zeigen, dass man viel Einsatz dort viel erreichen kann. Die Aussage der Ärztin zur Freiheit in Kanada kann ich nur bestätigen. Entgegen einiger Zeitgenossen hier, lebt man in Kanada den Grundsatz: „Solange du niemanden anderen beeinträchtigst, Du was du für richtig hältst.“ wirklich. Und wenn dazu gehört, bei Rot über die Straße zu laufen.
Gerade diese Woche passend dazu ein Erlebnis. Nachdem ich keine Chance hatte, einen mit 70 über die Landstraße fahrenden LKW im Sinne der StVO zu überholen, tat ich es ohne ihn oder andere zu gefährden, eben widerrechtlich. Was für ein Hupen und wie viele Lichtzeichen ergingen da über mich. Nur weil ich mir die Freiheit genommen habe, selbst zu entscheiden, Verkehrsregeln zu ignorieren und die Konsequenzen in Kauf zu nehmen. Deutschlands selbsternannte Sheriffs und wachsame Nachbarn – immer bereit, andere zu belehren.
