🇺🇸⚖️ Interessen schlagen Werte
Es ist noch nicht lange her, da wurde man für solche Aussagen „gesteinigt“. Nichts durfte man gegen den „Werte-Westen“ und „die größte Demokratie der Welt“ sagen. Einerseits wohltuend, dass es selbst Politiker der CDU nun endlich merken, anderseits wieder ein Beispiel dafür, dass man fast immer erst reagiert, wenn es zu spät ist. Ich kann mich noch erinnern, wie Barack Obama, der „Friedensengel“, hier gefeiert wurde. Man konnte oder wollte nicht erkennen, dass auch er knallhart die Interessen seines Landes vertritt.
Ob Europa und unsere Politiker nun endlich mal selbst aktiv werden und nicht weiter wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen? Mein Vertrauen dazu hält sich massiv in Grenzen.
„Selbst deutsche Spitzenpolitiker sprechen es offen aus: „Das, was wir einmal den normativen Westen genannt haben, gibt es in dieser Form nicht mehr“, sagt Bundeskanzler Merz. „Das transatlantische Verhältnis befindet sich in der Auflösung“, sagt sein Vize Lars Klingbeil … Die zweite Erklärung ist noch simpler: Die Ära „gemeinsamer Werte“ zwischen den USA und Europa hatte von Anfang an ein Ablaufdatum: Sobald es keine gemeinsamen Interessen mehr gibt, verabschiedet sich Amerika von Europa – und der Idee jener gemeinsamen Werte.„
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